SCCM vs DSM (Part 5b – MSI Paketierung mit DSM)

Der vorherige Blog befasste sich mit der “Paketierung” einer MSI-basierten Anwendung mit SCCM. Die Anforderungen an die Paketierung in einer DSM Umgebung sind identisch, ein Teil der Umsetzung ist ähnlich. So gilt auch hier wieder: Ein Großteil der Aufwände in der Softwareverteilung liegt in der Paketierung. Liegt das Paket zur automatisierten Verteilung bereit, dann kann es – je nach Größe des Unternehmens – zunächst auf verschiedenen Verteilservern bereitgestellt werden. Anschließend wird es in der Regel in den Cache der Clients übertragen und schließlich von dort aus installiert.

Der Unterschied zwischen SCCM und DSM liegt im Wesentlichen in der Paketierung. In diesem Blog schauen wir uns die Paketierung einer MSI-basierten Installation mit DSM an.

Als Ausgangspunkt haben wir wieder eine MSI Datei lokal im Temp Verzeichnis…

Um mit DSM eine MSI-basierte Installation automatisieren zu können öffnet man die DSM Konsole und wählt in der Software-Library Ansicht den Menüpunkt “Anwendung erstellen | MSI-Paket” .

MSI-Import-Assistent

Daraufhin öffnet sich der MSI-Import-Assistent und fragt nach dem Ort wo die MSI-Datei liegt.

Der Assistent bietet die Möglichkeit nach der MSI Datei zu suchen oder eine dedizierte auszuwählen. Lässt man die Datei suchen kann auch gleich nach Transforms (MST) oder Patchen (MSP) gesucht werden.

Anzumerken ist hierbei, dass man im Gegensatz zu SCCM den lokalen Speicherort – z.B. C:\Temp, Downloads oder Datenträger angibt: Das Paket muss nicht vorher auf einem Share bereitgestellt werden.In meinem Fall sieht das wie folgt aus:

Somit sieht die erste ausgefüllte Seite des Assistenten wie folgt aus:

Hat man eine MSI Datei ausgewählt wird nach einem Klick auf “Weiter” auf der folgenden Seite die Möglichkeit gegeben, eine Vorlage auszuwählen.

In einer Vorlage könnten für ein Unternehmen z.B. Richtlinien für die Dokumentation voreingestellt werden. In diesem Fall verwende ich die Standardvorlage wie von DSM vorgegeben.

Als nächstes wird gefragt wie die Quellen für die spätere Installation im Netzwerk bereitgestellt werden sollen.

Es besteht die Möglichkeit ein administratives Setup auszuführen, die Daten von der angegebenen Quelle zu verwenden oder die Dateien ins Paketverzeichnis kopieren zu lassen. Die erste und die dritte Option haben im Prinzip das gleiche Ergebnis, nämlich dass die Quelldateien im DSM-Server-Share bereitgestellt und damit später auf allen Depot-Servern zur Verfügung stehen. Ich wähle die untere Variante, damit entspricht das Ergebnis im Prinzip auch der SCCM Vorgehensweise.

Im Anschluss werden die Dateien auf den Share kopiert.

Der Share selbst muss weder ausgewählt noch in irgendeiner Weise vorbereitet werden. Dies erfolgt alles vollkommen automatisiert im Hintergrund.

Zuletzt gibt es noch die Möglichkeit die “Installationseinstellungen aufzuzeichnen”.

Dies ermöglicht eine sehr komfortable Möglichkeit passende MST Dateien zu erzeugen.

Da dies auch nachträglich gemacht werden kann beenden wir den Assistenten an dieser Stelle durch einen Klick auf “Fertigstellen”.

Damit ist der MSI-Import-Assistent beendet und das erstellte Paket könnte nun verteilt werden.

Im Vergleich zu SCCM ist hier allerdings nicht ein unveränderbarer Einzeiler “MsiExec /I …” erstellt worden, sondern ein typisches DSM Paket.

Packaging Workbench

Dieses DSM Paket kann nun komfortabel mit der DSM PackagingWorkbench bearbeitet werden.

Als Beispiel dafür dient der folgende Screenshot.

Ohne hier in die Tiefe zu gehen, sieht man meines Erachtens allein schon mit der Betrachtung des Dialogs, welche Möglichkeiten in einfachster Weise zur Verfügung gestellt werden. Dieses Thema wird in einem der folgenden Artikel erläutert.

 

Fazit:

Im Gegensatz zu SCCM wurde mit DSM nicht eine Anwendung und ein Deployment-Typ erstellt, sondern einfach ein DSM Projekt, welches nun direkt auf den Clients ausgeführt werden könnte.

Man muss mit DSM auf dem Server im Vorfeld kein Verzeichnis erstellen und mit Daten füllen, dies erfolgt mit DSM vollkommen automatisch. Die “Commandline” wurde im Prinzip wie bei SCCM automatisch erstellt. Es musste kein Deploymenttyp erstellt werden – DSM weiß schon selbst was es installiert hat 🙂

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